Lenz, Siegfried: «Arnes Nachlass», DTV 2014, Taschenbuch (kartoniert), ISBN: 978-3-423-12915-2, BZ-Nr. 3825388, Preis, CHF 11.90

Zusammenfassung

Geschichte eines Jungen, der dem Leben nicht standhält. «Sie beauftragten mich, Arnes Nachlass einzupacken.» Hans, der Ich-Erzähler, kommt nicht umhin, die kleinen und grossen Schätze zu sichten, die Arne Hellmer, dieser aussergewöhnliche Junge, mit dem er zwei Jahre lang

ein Zimmer teilte, zurückliess. »«Wie ein Eindringling in seine Welt, seine Tränen, seine verborgenen Hoffnungen» kommt sich Hans vor und entfaltet, angeregt durch die Fundstücke des Nachlasses, Arnes Geschichte. Vor dem Hintergrund des Hamburger Hafens und seiner Werften gewinnt sein Leben nach und nach Kontur. In ruhigen, atmosphärisch dichten Bildern entwirft Siegfried Lenz das Psychogramm eines Jugendlichen, der das Unglück früh kennenlernt; eines Aussenseiters, der verzweifelt nach Nähe und Geborgenheit sucht. «Was Lenz in diesem Bändchen erzählt, gehört zum Anrührendsten, das deutsche Autoren in diesem Jahrzehnt geschrieben haben.» (Focus) »«Das sensible Seelenbild eines einsamen Knaben, das zugleich das Drama des begabten Kindes in sich birgt.»

Beatrice Eichmann-Leutenegger, Neue Zürcher Zeitung

Autor

Siegfried Lenz, der am 17. März 1926 in Lyck, einer kleinen Stadt im masurischen Ostpreussen geboren wurde, zählte zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur.

Nachdem Lenz aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, ging er nach Hamburg und studierte Philosophie, Anglistik und deutsche Literaturgeschichte, ehe er 1950/51 als Redakteur für die "Welt" arbeitete. Von 1951 bis zu seinem Tod am 7. Oktober 2014 lebte er als freier Schriftsteller in Hamburg. Bereits mit seinem ersten Roman gelang es ihm, die Kritik und die Leser für sich einzunehmen, und bis heute zeichnet sich Lenz' Werk dadurch aus, dass es menschliche Schicksale und aktuelle gesellschaftliche Fragen auf eine Weise verknüpft, die literarisch ambitioniert die Bedürfnisse breiter Leserschichten nicht vernachlässigt.

 

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