Elisabeth Nussbaumer: «Die Schülerin Sabina – ein Opfer der Schulreformen», Unseren Lehrern und Schülern die Pädagogik zurückgeben!, zeit-fragen 2014, ISBN: 978-3-909234-14-1

Liebe Eltern

Dieser aktuelle Bericht über die Geschichte einer vermeintlichen Schulversagerin ist nur ein Beispiel von vielern Schülerschicksalen, die mich täglich in meiner Praxis beschäftigen und berühren.

Zusammen mit den Argumenten, Fakten und Stellungnahmen zu den Schulreformen und zum Lehrplan 21möchte ich damit meine Erfahrungenund mein Hintergrundwissen vielen Lesern zugänglich machen. Für Eltern und Erzieher wird vor allem der erste Teil lesenswert sein. Allen Mitbürgern, die beruflich mit Schule, Bildung und Erziehung zu tun haben, vor allem auch allen Entscheidungsträgern empfehle ich dringend die Lektüre des zweiten bildungspolitischen Teils.

Preis CHF 10.- (Inkl. 2,5% MwSt.)

Rezension

Manch einer fragt sich heutzutage, was mit unserer Volksschule los ist – vor allem viele Eltern! Sie machen sich Sorgen über den schlechten Zustand der Schule. Oft sitzen sie abends lange mit ihren Kindern über den Schulaufgaben und sind ihnen behilflich. Sie vermissen die persönliche Anleitung der Kinder durch den Lehrer oder die Lehrerin, die sorgfältige Einführung aller Schüler in ein Thema und gründliches vertiefendes Durcharbeiten und Üben. Mit dieser Problematik ist die Autorin, Dr. Elisabeth Nussbaumer, in ihrer psychologischen Praxis täglich konfrontiert. Sie versucht mit ihrem Fachwissen diesen Schülern und ihren Eltern behilflich zu sein. Dabei geht sie auch den Ursachen der Schulprobleme auf den Grund. In den letzten 15 bis 20 Jahren sind kostspielige schulpsychologische Abklärungen fast an der Tagesordnung und nur noch wenige Schüler absolvieren ihre neun obligatorischen Schuljahre ohne eine Art von «Therapie». Das lässt der Psychologin keine Ruhe, und sie schreibt ihre Erfahrungen auf. Das Resultat in Form einer farbig bebilderten Broschüre mit 52 Seiten steht nun allen interessierten Lesern zur Verfügung.

Der erste Teil dokumentiert anhand eines authentischen Beispiels, wie ein aufge­wecktes, munteres Kind in der Schule in Schwierigkeiten gerät – und wie ein Psycho­therapeut dem Kind und den Eltern darüber hinweg hilft. Der Schluss aus dieser Fallbeschreibung überzeugt: der Umweg über psychologische Hilfeleistung wäre nicht nötig, wenn die öffentlichen Schulen in unserem Land ihre Kernaufgabe erfüllen würden. Dann wäre auch die Zahl der Schulversager, die Kosten für die vielen schulischen Therapien sowie die späteren jugendlichen IV-Bezüger mit psychiatrischen Diagnosen deutlich geringer. Noch ist es umgekehrt: Seit 1995 hat sich die Zahl jugendlicher IV-Bezüger mit psychiatrischen Diagnosen verdreifacht. Dahinter stehen nicht nur immense Sozialkosten sondern unzählige junge Menschen, die einmal hoffnungsfroh mit der Schule begonnen haben, junge Menschen, die gerne etwas Gutes und Sinnvolles leisten würden! In einem hochzivilisierten Land, das noch vor kurzem eine bewährte Bildungspolitik hatte, dürfte so etwas nicht geschehen!

Im zweiten Teil analysiert die Autorin detailliert die Ursachen und Hintergründe dieser fol­genschweren Fehlentwicklung. Dabei stehen weder die Jugend noch die Eltern im Zentrum des Problems, sondern falsche Ansätze und Theorien, die zu dieser Entwicklung geführt haben. Bei ihrer Recherche stösst Elisabeth Nussbaumer auf viele humanwissenschaftliche Forschungen, die ebenfalls eine gravierende Fehlentwicklung in unserem Bildungswesen nachweisen. Die Autorin  bleibt jedoch nicht beim Negativen stehen. Sie zeigt, dass das Wissen und die Erfahrung darüber, was Kinder und Jugendliche für den Schulerfolg bräuchten, heute noch zur Verfügung stehen und dass alle besorgten Eltern sich als Bürger in unserem Land zusammenschliessen können. Mit den Rechten unserer direkten Demokratie wie Referendum und Initiative haben sie die Möglichkeit, eine Wende in unserem Bildungswesen herbeizuführen. Deshalb gibt diese lebendig erzählte und sorgfältig recherchierte Broschüre allen Lesern - Eltern wie Bürgern – viel an die Hand.

 

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