Brunner, Ernst: «Zwischen zwei Fronten» Notizen aus Vietnam, Roticcio und Samedan, A. Beriger 2005 Preis CHF 22.00

Das Ende des Vietnamkriegs jährt sich in diesem Jahr zum 42. Mal. Dass mitten in diesem Zusammenbruch ein Schweizer mit dabei war, dürfte den Wenigsten bekannt sein. Ernst Brunner war ab 1966 bis 1975 in Vietnam als Angestellter verschiedener internationaler Hilfsorganisationen tätig. Im Rahmen dessen hat er umfangreiche Aufbauarbeit und Entwicklungshilfe geleistet.

In seinem Buch "Zwischen zwei Fronten" schildert Ernst Brunner seine persönlichen Erinnerungen. Was er zu erzählen hat, ist oft so haarsträubend und gefährlich, dass man sich als Leser bisweilen ungläubig fragt, wie er je dazu gekommen ist, das alles zu überleben. Das Buch zeigt aber auch das Leben in seiner ganzen Vielfalt. Viele Frauenfreundschaften, Liebschaften mit schönen Vietnamesinnen sind oft sein Lebenselixier. Dies macht sicher einen grossen Teil seiner Energie, seines Mutes aus, immer wieder gefährliche, minenübersähte Wege zu gehen, um in entlegenen Gebieten wertvolle, medizinische Hilfe anzubieten. Das Buch ist gut, flüssig, intelligent und einfühlsam geschrieben. Wenn man einmal begonnen hat darin zu lesen, kann man es nicht mehr weglegen.   

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